Warum ausgerechnet Lavendel?
Mit Lavendel verbinden wir Ruhe,
Stärkung und Heilung - all dies, was
in unserer täglichen Arbeit wichtig ist.

Frauen für Frauen e.V.
Der Verein

Geschichte

Frauen für Frauen e.V. Leipzig wurde im Juni 1990 gegründet. In der Aufbruchstimmung der politischen Wende 1989 fanden sich engagierte Frauen zusammen, um in Leipzig die Einrichtung eines Frauenhauses durchzusetzen. Die Vereinsform ermöglichte den Erhalt von Projektgeldern, womit im November 1990 das 1. Autonome Frauenhaus Leipzig eröffnet werden konnte. Es war damit nach Berlin das zweite Frauenhaus in den neuen Bundesländern, das gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern Zuflucht, Sicherheit und Unterstützung bot.

Bereits zwei Jahre später konnte mit der Frauenberatungsstelle das zweite Vereinsprojektes umgesetzt werden. Damit wurde auf vielfache Anfragen von Frauen reagiert, die nicht die Angebote des Frauenhauses nutzen wollten oder konnten, gleichwohl aber hohen Beratungsbedarf in den Bereichen Trennung, Scheidung, Sorgerecht und immer wieder Gewalt in der Partnerschaft artikulierten. Die Frauenberatungsstelle konnte weiterhin ehemaligen Frauenhausbewohnerinnen nachgehende Beratung und Unterstützung anbieten.

1999 trat die Stadt Leipzig an Frauen für Frauen e.V. Leipzig heran und bot ihm die Weiterführung des Frauennotrufes an, womit diese Krisen-, Beratungs- und Fachstelle zur Thematik sexualisierte Gewalt im Jahr 2000 als drittes Projekt des Vereins Frauen für Frauen eröffnet werden konnte.

Durch die – von Frauen für Frauen e.V. Leipzig maßgeblich mitgestaltete Gesetzesreform „Bundesaktionsplan gegen häusliche Gewalt“ trat im Januar 2002 das Gewaltschutzgesetz in Kraft. Im Zuge dieser Entwicklung wurde im November 2003 die Koordinierungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking (KIS) unter dem Dach des Vereins eröffnet. Die KIS berät und informiert Frauen und Männer, die von häuslicher Gewalt und Stalking betroffen sind und ist für die Koordination und Verbesserung des Leipziger Hilfesystems verantwortlich.

In enger Kooperation mit der KIS konnte 2010 die Gewaltopferambulanz in den Räumen der Koordinierungs- und Interventionsstelle installiert werden. Hier können im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung Befunde erhoben werden, die auf vorangegangene Gewalteinwirkung zurückzuführen sind.

2014 schrieb das Jugendamt der Stadt Leipzig die mobile Mädchenarbeit neu aus, der Zuschlag ging an Frauen für Frauen e.V. Leipzig. Unter dem Namen Girlz*Space nahm die mobile Mädchenarbeit im Sommer ihre Arbeit auf, in deren Fokus die Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischem Rollenverhalten und die Entwicklung einer selbstbestimmten weiblichen Identität